Der leere Becher – Warum du zuerst gut für dich sorgen darfst

Shownotes

Selbstliebe wird oft missverstanden. Manche denken an Wellness, Selbstoptimierung oder daran, sich selbst an die erste Stelle zu setzen. Doch echte Selbstliebe beginnt viel früher – in dem Moment, in dem wir aufhören, unsere eigenen Bedürfnisse ständig hintenanzustellen.

In dieser Folge erzähle ich dir von einer Zeit, in der ich für alle da war – nur nicht für mich selbst. Ich habe Verantwortung übernommen, funktioniert und gegeben, bis ich irgendwann gemerkt habe, wie weit ich mich von mir selbst entfernt hatte.

Du erfährst, warum Selbstfürsorge nichts mit Egoismus zu tun hat und weshalb wir anderen nur dann dauerhaft Kraft schenken können, wenn wir auch gut für uns selbst sorgen. Außerdem lernst du die buddhistische Metta-Praxis, die Meditation der liebenden Güte, kennen. Sie erinnert uns daran, Mitgefühl nicht nur anderen zu schenken, sondern auch uns selbst. Denn der liebevolle Umgang mit dir selbst ist kein Luxus – er ist die Grundlage für innere Ruhe, gesunde Beziehungen und ein Leben in Balance.

Zum Abschluss lade ich dich zu einer kleinen Übung ein: Die eine Geste. Eine einfache Handlung der Selbstfürsorge, die du sofort in deinen Alltag integrieren kannst und die oft mehr verändert, als wir glauben.

Diese Folge ist für dich, wenn du… oft zuerst an andere und zuletzt an dich selbst denkst. Schwierigkeiten hast, Grenzen zu setzen. dich nach mehr innerer Ruhe und Selbstmitgefühl sehnst. lernen möchtest, liebevoller mit dir selbst umzugehen. dir mehr Leichtigkeit im Alltag wünschst.

Themen dieser Folge • Warum wir unsere eigenen Bedürfnisse oft übergehen. • Weshalb Selbstfürsorge kein Egoismus ist. • Der leere Becher – warum du nur geben kannst, was auch in dir vorhanden ist. • Die buddhistische Metta-Praxis – Mitgefühl für dich selbst entwickeln. • Die eine Geste – eine kleine Übung für mehr Selbstfürsorge im Alltag.

Die Übung dieser Folge Die eine Geste Eine kleine, bewusste Handlung der Selbstfürsorge, die dich daran erinnert, dir selbst mit derselben Freundlichkeit zu begegnen, die du anderen schenkst.

Links

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Transkript anzeigen

00:00:08: Herzlich willkommen bei Mitleichtigkeit-Lieben.

00:00:12: Ich bin Heike Ranig, schön dass du heute wieder dabei bist!

00:00:18: In dieser Folge sprechen wir über Selbstliebe und warum sie kein Luxus ist sondern das Fundament von allem.

00:00:28: in der letzten Folge haben wir über Übergänge gesprochen über die seltsamen Zwischenräume wenn das alte schon geht und das neue noch keine Namen hat.

00:00:41: Vielleicht trägst du davon noch etwas in dir.

00:00:46: Heute möchte ich dich fragen, wann hast Du Dich wirklich um Dich selbst gekümmert zuletzt?

00:00:59: Nicht weil Du es musstest sondern Weil Du es Dir wert bist!

00:01:06: Nimm Dir die nächsten Minuten dafür nur für Dich.

00:01:11: Lass uns für einen Moment gemeinsam ankommen.

00:01:15: Ein Atemzug Kein müssen, nur dieser Moment.

00:01:19: Hast du schon einmal beobachtet wie ein Baum austreibt?

00:01:24: Jedes Jahr im Frühjahr beobachte ich das.

00:01:31: Die Bäume austreiben ganz nah an einem Aststand oder in einem Baum und habe einfach mal hingeschaut diese kleinen Knuspen die da einfach raus platzen ohne zu fragen, ohne Zögern.

00:01:49: Darf ich das eigentlich?

00:01:51: Verdiene ich das?

00:01:54: Müsste ich nicht erst die anderen Bäume versorgen, bevor ich selbst grün werde.

00:01:59: Ihr tut es einfach!

00:02:01: Die Natur ist da ganz ohne schlechtes Gewissen, ganz ohne Rechtfertigung und ich staune jedes Mal wieder im Frühjahr darüber wie schön es ist zu beobachten, dass anzusehen weil es mich auch an etwas erinnert was sich selbst Lange nicht konnte.

00:02:32: Willkommen zurück bei Mitleichtigkeit leben, ich bin Heike.

00:02:37: Heute sprechen wir über Selbstliebe.

00:02:42: Ich weiß Das Wort allein löst beim Manchen schon ein Augenrollen aus Klingt so nach Wellness-Wochenende oder Selfie-Kultur Aber darum geht es mir heute wirklich nicht.

00:02:59: Es geht mehr darum um etwas viel einfacheres viel ehrlicheres.

00:03:07: Einfach um die Frage, ob du dir selbst eigentlich noch zugewandt bist In einer früheren Phase meines Lebens in der ich für alle nur funktioniert habe im Beruf, in Beziehungen, in Projekten.

00:03:23: Ich war immer da Zuverlässig Verlässlich Die Person auf die man sich verlassen konnte.

00:03:31: Aber ganz leise Fast unbemerkt habe ich mich damit bei mir selbst hinten angestellt.

00:03:42: Das war ein schleichendes von mir.

00:03:45: weniger werden immer noch ein bisschen mehr für andere, immer noch etwas weniger für mich.

00:03:53: Der Schlaf wurde kürzer Die Pausen fielen weg Tagessen fand immer nur am Schreibtisch statt Zwischen zwei Mehls.

00:04:05: der Kaffee war schon wieder kalt geworden und irgendwie spürte meinen eigenen Körper nicht wirklich mehr.

00:04:15: Und was ich brauchte, was es mir gut getan hätte... Wie gesagt war irgendwo ganz weit hinten.

00:04:24: Ich habe das ganze nicht einmal gemerkt und dass ist ja das heimtische daran.

00:04:30: Es passiert so leise Man gewöhnt sich daran sich selbst irgendwie zu übersehen.

00:04:36: Das geht immer weiter Ist irgendwie normal und irgendwann war's auch nicht mehr gesund bis mein Körper irgendwo ganz leise auch anfing, so nicht mehr und dann war es irgendwie teutlicher unmöglich zu überhören.

00:05:00: Vielleicht kennst du das nicht unbedingt so meine Geschichte.

00:05:03: aber dieses Muster dieses geben geben geben und das Leise vergessen dass man selbst etwas braucht warum tun wir das eigentlich?

00:05:22: Das frage ich mich heute oftmals Heute nun nicht mehr so oft, aber ich habe mich das dann gefragt nach meiner Erkrankung.

00:05:33: Und ich glaube viele von uns haben früh gelernt wer an sich denkt oder zu viel für sich tut ist egoistisch und wer Grenzensetzt ist schwierig und wer auch mal nein sagt der lässt andere im Stich.

00:05:57: Das sitzt tatsächlich wirklich tief.

00:06:02: Wir haben das nicht bewusst gelernt, sondern haben das übernommen von Eltern und Vorbildern.

00:06:12: Von unserem Umfeld und haben somit gelernt oder verwechselt selbst Aufopferung sei Stärke.

00:06:28: also stellen wir uns hinten an zuerst die anderen dann vielleicht noch mal die Anderen ganz am Ende irgendwann, wenn noch ein bisschen Energie übrig ist.

00:06:40: Dann denken wir mal an uns!

00:06:44: Wie gesagt ich kenne das aus meiner eigenen Geschichte Ich kenne es aus vielen Gesprächen mit Menschen die genauso ticken und ich sage dir ganz ehrlich Das funktioniert nicht auf Dauer Weil Wenn du einen leeren Becher hast Aus dem fließt nichts mehr Und weil du anderen Echtes geben kannst, wenn du dir selbst nichts gibst.

00:07:16: Dass es keine Schwächers ist einfach wie es ist.

00:07:23: Ich glaube die Taube bestätigt jetzt gerade.

00:07:29: Dysmos gibt es eine Praxis, die mich schon lange begleitet.

00:07:33: Metta Die liebende Güte Was mich von Anfang an so berührt hat dabei Sie beginnt gar nicht bei anderen sie Nicht beim Weltfrieden Nicht bei deiner Familie Oder deinen Freunden Nein Sie beginnt bei dir, immer.

00:07:52: Das ist kein Zufall!

00:07:56: Man setzt sich hin, spürt den Kontakt zum Boden und wiederholt innerlich ganz leise Sätze wie Möge ich glücklich sein?

00:08:09: Mögen ich gesund sein?

00:08:11: Müge ich in Frieden sein?

00:08:14: möge ich frei sein von Leid?

00:08:17: Für viele fühlt sich genau das am schwersten an Dieser guten Wünsche an sich selbst zu richten.

00:08:26: Das hat sich für mich auch zum Anfang komisch angefühlt.

00:08:31: Irgendwie nicht richtig und so ein bisschen auch irgendwie anmaßend, aber genau daran steckt die Weisheit dieser Praxis Du kannst nichts wirklich geben was du dir selbst verweigerst.

00:08:46: Freundlichkeit zu anderen beginnt immer mit Freundlichkeit mit dir selbst.

00:08:54: das habe ich selber erfahren.

00:08:55: es ist nicht nur Theorie.

00:08:59: Zu dir selbst bedeutet nicht, ich bin wichtiger als anderer.

00:09:04: Nein!

00:09:05: Es bedeutet vielmehr, ich gehöre auch dazu.

00:09:08: Meine Bedürfnisse erzählen genauso.

00:09:11: Ich darf auch.

00:09:15: Das ist kein Luxus – das ist ein wirkliches Fundament.

00:09:21: Ich erlebe immer wieder diesen Moment wenn niemand innehält ganz bewusst zum ersten Mal wirklich innehält und sich fragt was?

00:09:33: Brauche ich gerade wirklich eigentlich?

00:09:37: Nicht, was soll ich jetzt tun?

00:09:39: Nicht.

00:09:40: Was erwartet man von mir?

00:09:44: Nein!

00:09:45: Ganz einfach und nackt.

00:09:47: Was brauche

00:09:48: ich?".

00:09:50: Und manchmal kommen dann Tränen nicht aus Traurigkeit sondern aus einer Art von Erleichterung weil diese Frage so lange nicht gestellt wurde Weil der Körper solange gewartet hat bis jemand endlich fragt, bis du dich das selbst fragst.

00:10:15: Und wir dürfen dasselbs sein dieser Jemand?

00:10:21: Das ist kein großer Schritt sondern ein ganz kleiner aber der verändert alles!

00:10:29: Mein Tipp heute ist ganz einfach Suche dir heute und nur heute eine einzige kleine Sache die Du nur für Dich tust.

00:10:45: Nicht weil sie produktiv ist nicht weil sie auf der Liste steht nicht weil sie die schöner, gesünder oder besammacht.

00:10:54: Einfach!

00:10:55: Weil du es dir wert bist.

00:10:58: Vielleicht dein Spaziergang ohne deinen Handy?

00:11:03: Oder eine Tasse Tee, die du wirklich trinkst und gleichzeitig etwas zu lesen?

00:11:12: Zehn Minuten auf der Yogamatte?

00:11:15: Eine Dusche ein Bad...ein Buch?

00:11:18: Oder so wie ich es jetzt gerade mache aus dem Fenster schauen beziehungsweise auf den Balkon sitzen und nach hinten in die Bäume schauen, übrigens bei meiner Mutter in Berlin.

00:11:34: Und das zählt nämlich auch... Das zählt wirklich ganz besonders!

00:11:40: Während du diese eine Geste tust, möchte ich dich einladen, dich kurz innerlich zu führen.

00:11:50: Spüre wie du gerade sitzt oder stehst, spüre den Kontakt mit dem Boden unter dir, die Hände, den Rücken, die Schultern Das, was da ist.

00:12:14: Einen Atem wie er kommt und wie er geht Ganz von allein.

00:12:20: Du musst nichts machen.

00:12:29: Sag dir innerlich ganz leise Möge ich gut für mich sorgen?

00:12:38: Ich darf das!

00:12:40: Ich bin es wert.

00:12:42: Vielleicht kommt ein Widerstand Vielleicht ein Gefühl Und du denkst Es ist doch irgendwie lächerlich oder das bringt doch nix.

00:12:54: Das kenne ich sehr gut.

00:12:56: Lass den Widerstand einfach da sein.

00:13:00: Versuch ihn nicht wegzuschieben, wegzumachen.

00:13:03: Du musst ihn nicht überzeugen!

00:13:06: Du übst gerade mehr nicht.

00:13:09: Ungewohnt heißt ja nur das es dir noch nicht vertraut ist ne?

00:13:12: Du hast es noch nicht geübt.

00:13:15: aber alles was wir regelmäßig üben wird irgendwann selbstverständlich auch die Freundlichkeit zu dir selbst.

00:13:29: Den Baum den ich in diesem Frühjahr beobachtet habe Der braucht auch keine Erlaubnis, keinen Beweis.

00:13:39: Er ist einfach da!

00:13:41: Er wächst einfach.

00:13:46: Du bist genauso Leben.

00:13:49: Du brauchst auch diese Zuwendung, diese Freundlichkeit in deiner eigenen Form und deinem Tempo.

00:13:57: Selbstliebe ist kein Luxus.

00:14:00: Sie ist der Boden auf dem alles andere wächst – deine Beziehungen, deine Arbeit, deine Freude, deine Kraft für andere, alles davon wird echter wenn du anfängst dir wieder selbst zuzuhören.

00:14:19: Was ich dir aus dieser Folge mitgeben möchte ist Selbstliebe beginnt nicht mit einem großen Entschluss.

00:14:27: sie beginnt mit dieser einen kleinen Geste heute Mit dem Moment in dem du dich selbst fragst was brauche ich gerade und anfängts dir selbst zu antworten.

00:14:40: Wann hast du dich zuletzt wirklich gefragt, was du gerade brauchst?

00:14:46: Und bist diese Antwort dann auch gefolgt.

00:14:52: Wo darf es in dir heute etwas weicher werden?

00:14:56: Nimm diese Fragen mit – in den Tag, in die Stille… Diese kleine Geste, die heute nur dir gehört!

00:15:06: In der nächsten Folge sprechen wir darüber, warum so viele von uns nach außen stark rücken und innerlich trotzdem erschöpft sind... Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist.

00:15:19: Wenn dir diese Folge gefallen hat dann abonniere den Podcast deiner Lieblingsapp wo immer du sie hören magst damit du keine Folge verpasst.

00:15:30: Wenn du jemanden kennst dem die Folge gut tun könnte schick ihr oder ihm einfach den Link.

00:15:37: bis dahin lebe leicht.

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