Ich bin genug
Shownotes
Wie oft hängt dein Gefühl von einem guten Tag davon ab, wie viel du geschafft hast?
Viele von uns haben gelernt, ihren Wert mit Leistung zu verbinden. Erst die Aufgaben erledigen. Erst funktionieren. Erst für andere da sein. Und irgendwann – wenn überhaupt – an sich selbst denken.
In dieser Folge sprechen wir über die Frage: Bin ich auch dann genug, wenn ich gerade nichts leiste?
Ich erzähle dir von meinen eigenen Erfahrungen und davon, warum es so schwer sein kann, sich Pausen zu erlauben, obwohl wir genau wissen, dass sie uns guttun würden.
Gemeinsam schauen wir auf den inneren Kritiker, der uns oft antreibt, obwohl er uns eigentlich beschützen möchte. Du lernst den buddhistischen Gedanken des Mittleren Weges kennen und erfährst, warum echte Lebensbalance weder im ständigen Funktionieren noch im Rückzug entsteht, sondern irgendwo dazwischen.
Zum Abschluss lade ich dich zu einer kleinen Atemübung ein. Mit den einfachen Worten „Ich bin.“ und „Genug.“ darf für einen Moment die Verbindung zwischen deinem Wert und deiner Leistung etwas lockerer werden.
Diese Folge ist für dich, wenn du…
häufig das Gefühl hast, erst etwas leisten zu müssen, bevor du dir Ruhe erlaubst
deinen Wert oft an deinen Ergebnissen misst
lernen möchtest, freundlicher mit dir selbst umzugehen
nach mehr innerer Ruhe und Selbstmitgefühl suchst und
dir wünschst, dass Leistung und Lebensfreude wieder in Balance kommen.
Themen dieser Folge
• Warum wir unseren Wert oft unbewusst an Leistung knüpfen.
• Der innere Kritiker – und was er eigentlich für uns erreichen möchte.
• Der Mittlere Weg – eine buddhistische Perspektive auf Lebensbalance.
• Warum Ruhe keine Belohnung sein muss.
• Der Selbstwert-Atem: „Ich bin. Genug.“
Die Übung dieser Folge: Der Selbstwert-Atem
Eine kurze Atemübung, die dich daran erinnert, dass dein Wert nicht davon abhängt, wie viel du heute geschafft hast.
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https://www.community.heikeranig-coaching.de
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Bleibe freundlich mit dir und lass ein bisschen Leichtigkeit in deinen Tag.
Transkript anzeigen
00:00:07: Vielleicht hörst du diese Folge gerade unterwegs.
00:00:10: Dann sind Ruhe zu Hause oder irgendwo dazwischen und vielleicht kennst du dieses Gefühl, dass der Alltag manchmal so voll ist?
00:00:22: Dass wir gar nicht mehr merken wie sehr wir uns eigentlich nach Ruhe sehenen – Nach einem Moment in dem nichts von uns erwartet wird und wir einfach wieder ein bisschen bei uns selbst ankommen können.
00:00:40: Lass uns genau das für einen Augenblick tun.
00:00:45: Nimm einen ruhigen Atemzug, erlaube dir für diesen Moment nichts leisten, nichts zu verändern.
00:00:58: Herzlich willkommen bei Mitleichtigkeit Leben!
00:01:01: Ich bin Heike Ranich und freue mich dass du heute wieder dabei bist.
00:01:09: in der letzten Folge ging es um Selbstliebe.
00:01:16: Was brauchen wir wirklich, wenn wir einmal nicht zuerst auf alle anderen schauen?
00:01:28: Und ich stehe hier heute am Meer an der Nordsee beim Lieblingsort und das Wasser fragt nicht daran was brauchen die Anderen.
00:01:39: Es ist da es kommt es geht ja und die Frage was brauche ich gerade?
00:01:47: diese frage mag ich wirklich sehr denn sie klingt einfach Aber gleichzeitig kann sie uns selbst ganz nah zu uns bringen.
00:02:00: Und trotzdem, ich kenne auch die andere Seite wir merken durchaus dass wir eine Pause brauchen könnten und wir wissen das jetzt.
00:02:16: fünf Minuten Spaziergang oder einfach mal nur abschalten ein wenig Ruhe ein freier Abend uns gut tun würde Und wir erlauben uns gerade das nicht.
00:02:34: Da meldet sich eine innere Stimme, mach weiter!
00:02:40: Das bisschen schaffst du noch?
00:02:44: Die Aufgabe muss jetzt noch erledigt werden und dann ist es erledigend oder auch... Es gibt gar keinen Grund jetzt schon müde zu sein.
00:03:02: Manchmal liegt unter all diesen Gedanken eine ganz andere Frage.
00:03:11: Bin ich Eigentlich genug, auch wenn ich nichts gerade leiste.
00:03:18: Nichts tue?
00:03:26: Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen!
00:03:35: Dieses Thema kenne ich aus meinem eigenen Leben sehr gut.
00:03:44: Leistung zu erbringen hatte lange lange Zeit ein sehr sehr hohen Stellenwert.
00:03:52: Weil ich habe Verantwortung getragen war in frühen Jahren auch schon Leiterin eine Abteilung ohne genau zu wissen, was das bedeutet und vor einigen Jahren dann auch Betriebsratsvorsitzende.
00:04:09: Ich wollte Dinge richtig gut machen.
00:04:13: Nein sehr gut!
00:04:15: Und auch im Sport war das so...und ich war gerne für andere da.
00:04:25: Daran ist ja grundsätzlich erst einmal nichts falsch.
00:04:29: Das will ich gar nicht sagen Es wurde jeweils.
00:04:32: es wurde jedoch schwierig.
00:04:37: Bode ist erst an einem bestimmten Punkt, wo sich zwei Dinge verbunden haben die nicht so wirklich zusammengehört.
00:04:51: Nämlich das was ich leiste und dass was Ich wert bin diese beiden dinge zu mal Anzuschauen.
00:05:00: und der unbewusst habe ich immer geglaubt Ein guter tag ist nur ein produktiver Tag Und ein guter tag an dem ich viel schaffe Der ist besonders gut.
00:05:16: Und das ist auch ein guter Tag, an dem ich immer zuverlässig war und für andere da war.
00:05:26: Wenn ich das erfüllt hatte oder das erfüllte, dann hatte ich wirklich das Gefühl, dass der Tag richtig gewesen ist.
00:05:37: Ich war zufrieden mit mir.
00:05:41: Wenn etwas liegen blieb, passierte etwas anderes.
00:05:47: Ich wurde innerlich unruhig.
00:05:50: Und schnell kam da das Gefühl von, da fehlt noch etwas oder auch du hättest eigentlich mehr schaffen können.
00:06:04: Diese innere Stimme war sehr präsent.
00:06:08: Sie hat mich an Aufgaben erinnert An Erwartungen erinnern und auch mich daran erinnerten was ich eigentlich noch müsste.
00:06:21: Dadurch hat sich bei mir etwas verschoben.
00:06:25: Ruhe war nicht einfach nur Ruhe und Pause war nicht mehr selbstverständlich.
00:06:33: Erholung fühlte sich nicht erlaubt an, es entstand bei mir ein inneres Muster erst leisten dann ausruhen oder erst funktionieren und dann an mich denken.
00:07:04: vielleicht kennst du auch dieses Gefühl das ruhen dich dass Ruhe sich nicht frei anfühlt, sondern eher als was man sich verdienen müsste.
00:07:34: Irgendwann habe ich aber verstanden das es nicht nur um Aufgaben geht.
00:07:41: Es geht viel tiefer um die Bedeutung, die wir diesen Aufgaben geben.
00:07:51: Es macht wirklich einen großen Unterschied ob ich etwas gut machen möchte weil es mir wichtig ist oder ob Es macht einen großen Unterschied, ob ich etwas gut machen möchte weil es mir wichtig ist oder ob ich das Gefühl habe nur dann gut genug zu sein wenn ich etwas Gut mache.
00:08:30: Oft entsteht genau dort eine große innere Anstrengung.
00:08:38: Wenn der Selbstwert an die Leistung gekoppelt ist passiert etwas Typisches kaum ein echtes Genug.
00:08:54: Aufgaben werden erledigt, nacheinander.
00:08:57: Die nächste wartet schon ein Ziel ist erreicht das nächste entsteht sofort.
00:09:10: Anerkennung kommt aber sie hält nicht lange wirklich an.
00:09:16: und dann passiert noch etwas anderes.
00:09:21: Wir vergleichen uns mit anderen wir sehen andere Menschen Aber wir sehen ja nur die Ausschnitte ihres Lebens aus.
00:09:34: Daraus entsteht schnell das Gefühl, ich müsste eigentlich noch mehr ein ständiges Inneres antreiben.
00:09:45: Ein permanentes, noch besser, noch näher und schneller drängte ich in die nächste Aufgabe des Nächsten zu tun.
00:09:56: Und dann kommt der Punkt wo sich das Ganze nicht mehr frei anfühlt sondern eher wie ein innerer Druck, den nie ganz nachlässt ob du Zuhause aus da auf der Couch sitzt ob du unterwegs bist von der Arbeit nach Hause oder zu deinem Hobby und auch beim Einschlafen.
00:10:24: In dieser Stelle taucht oft ein innerer Kritiker auf.
00:10:35: Inzwischen mag ich diesen Begriff eher etwas differenzierter betrachten, denn diese Stimme ist ja nicht gegen uns!
00:11:08: Das war jetzt eine unbewusste kleine Pause die ich euch aber gerne schenken möchte.
00:11:19: Wir erlauben uns weniger Pausen und hören tatsächlich weniger auf unsere Bedürfnisse.
00:11:29: Dann entsteht irgendwann ein innerer Konflikt, denn wir arbeiten nicht nur an unseren Aufgaben, sondern wir arbeiten auch tatsächlich gegen uns selbst.
00:11:44: eine hilfreiche innere Haltung kann sein zum Beispiel ich sehe dass du mich schützen willst aber Ich muss mich nicht mehr so antreiben lassen.
00:12:00: Das soll kein Kampf werden, sondern eine neue innere Beziehung zu dir selbst.
00:12:09: Ein Gedanke aus dem Buddhismus, der begleitet mich jetzt schon sehr lange.
00:12:15: Das ist der sogenannte mittlere Weg.
00:12:18: Er bedeutet für mich nicht weniger zu wollen oder keine Ziele zu haben.
00:12:27: Nein!
00:12:28: Vielmehr nicht in extremen Leben zu wollen zum Müssen.
00:12:36: Die beiden Extreme könnten so aussehen.
00:12:42: Der einen Seite ständiges Antreiben, immer mehr leisten und auf der anderen völlige Erschöpfung Rückzug.
00:12:54: Und der mittlere Weg liegt dazwischen?
00:12:58: Ja, Verantwortung übernehmen ist gut aber ohne sich selbst dabei zu verlieren.
00:13:06: Zu leisten ohne sich darüber zu definieren und Pausen zu machen ohne Schuldgefühle das ist kein nicht entweder oder, sondern ein sowohl als auch.
00:13:26: Und genau das fühlt sich für mich sehr nach Lebensbalance an und wenn ich hier draußen in der Natur bin am Meer so wie heute wird mir das besonders deutlich.
00:13:45: Das macht mir das immer wieder bewusst.
00:13:49: die Natur kennt kein dauerhaftes höher schneller weiter.
00:13:56: sie zeigt uns Rhythmen Aktivität Ruhe, Bewegung, innehalten.
00:14:06: Wir würden doch niemals sagen der Winter ist falsch oder die Ruhephase ist ein Fehler.
00:14:17: Erwarten wir das von uns selbst sehr häufig.
00:14:22: Dauerhaft immer zu leisten, dauerhaft stabil zu sein und dauerhaft verfügbar zu sein!
00:14:33: Wir dürfen uns wieder mehr erlauben auch wir einen Rhythmus haben dass nicht jeder Tag gleich sein muss und das Ruhe Teil von Entwicklung ist.
00:14:48: Es fällt im Alltag schwer, berate wenn man auch Kinder kleine Kinder hat die nach auch größer werden der Schulalltag der Arbeitsalltag das alles miteinander zu verbinden.
00:15:03: aber auch hier gibt es die Möglichkeit sich Ruhephasen zu gönnen gemeinsam immer wieder.
00:15:13: Wenn du magst Nimm dir jetzt einen Moment nur für dich.
00:15:18: Du musst nichts verändern und nichts besonders gut machen, es geht nur darum kurz bei dir anzukommen.
00:15:28: Spüre wie dein Körper gerade da ist.
00:15:33: Vielleicht sitzt du?
00:15:35: Vielleicht stehst du oder vielleicht gehst du sogar.
00:15:40: Alles ist so in Ordnung wie's ist.
00:15:45: Dann nimm einen ganz natürlichen Atemzug.
00:15:49: Beim Einatmen sagst du dir innerlich ganz ruhig Ich bin beim Ausatmen genug.
00:16:05: Noch einmal in deinem ganz eigenen Tempo einatmen, ich bin ausatmen genug und noch ein letztes mal einatmend, ich Bin ausatman.
00:16:27: Genug.
00:16:31: Lass nach alles so sein wie es ist.
00:16:35: Du musst jetzt nichts festhalten Nichts erreichen.
00:16:40: Vielleicht fühlt sich dieser Satz stimmig an oder auch ungewohnt, vielleicht meldet sich sogar ein innerer Widerstand.
00:16:54: Auch das darf sein!
00:16:56: Es geht ja nicht darum dich zu überzeugen sondern darum die Verbindung zwischen deinem Fert und deiner Leistung ein kleines Stück zu lockern.
00:17:15: Du bist hier du atmest Und in diesem Moment ist das genug.
00:17:28: Bewegung hat für mich heute eine andere Bedeutung als früher.
00:17:34: Es geht dabei nicht mehr um Leistungen.
00:17:37: Ich muss keine Ziele erreichen, ich muss nicht den Wettkampf gewinnen.
00:17:41: Ich muss noch nicht dieses nächste Training machen, um zu dem nächsten Wettkämpf zu kommen.
00:17:47: Ich muss nichts richtig machen.
00:17:51: Bewegung kann etwas anderes aus sein Ein Zurückkommen in deinen Körper Ein Spüren statt Denken, Wahrnehmen statt Bewerten.
00:18:11: Beim Gehen spüre ich meine Schritte und wenn ich mich dehne, spüre Ich Schwannungen und Weite und beim Yoga spüre... ...ich mich selbst im Moment.
00:18:32: Und dabei entsteht mitunter ein sehr einfacher Gedanke!
00:18:38: Ich bin mehr als das was ich heute geschafft habe.
00:18:44: Körper, Geist und Inneres erleben sind für mich... Ja die gehören für mich zusammen.
00:18:51: Die kann man nicht getrennt voneinander sehen.
00:18:56: Eine Frage habe ich heute für dich, die du mitnehmen darfst ohne sofort eine Antwort parat zu haben Wann habe ich eigentlich angefangen zu glauben dass ich meinen Wert beweisen muss?
00:19:15: Dabei geht es nicht um Schuld oder auch nicht um eine Analyse, sondern nur um bewusst werden.
00:19:27: Und eine kleine Einladung für deinen Alltag wenn du merkst dass du müde bist aber innerlich weiter machst dann halte kurz inne und frag dich nicht zuerst was muss ich noch tun?
00:19:49: Sondern... Was wäre jetzt ein freundlicher Umgang mit mir selbst?
00:19:59: Die Antwort kann sein, weitermachen oder Pause machen.
00:20:06: Beides ist erlaubt und beides darf richtig sein.
00:20:17: In diesem Folge schauen wir dann darauf warum wir nach außen oft stark würden aber innerlich trotzdem erschöpft fühlen und welche Rolle der Kontakt zu uns selbst spielt.
00:20:37: Du darfst wachsen du darfst leisten Aber du musst deinen Wert nicht jeden Tag neu beweisen und vielleicht nimmst Du genau diesen einen Satz mit in Deinen Tag.
00:20:55: Ich genug, bleib freundlich mit Dir!
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