Wenn Funktionieren zur Gewohnheit wird

Shownotes

Nach außen läuft alles.

Du gehst zur Arbeit, kümmerst dich um andere, erledigst deine Aufgaben und funktionierst. Die meisten Menschen würden wahrscheinlich sagen: „Du hast alles im Griff.“

Aber wie sieht es in dir aus?

In dieser Folge sprechen wir über die leise Erschöpfung, die oft lange unbemerkt bleibt. Über das Gefühl, nach außen stark zu wirken und trotzdem immer häufiger zu merken, dass die eigene Kraft weniger wird.

Ich erzähle dir, warum wir die Signale unseres Körpers oft übergehen, weshalb Stärke nicht immer bedeutet durchzuhalten und wie wir wieder lernen können, ehrlich auf uns selbst zu hören.

Zum Abschluss lade ich dich zu einer kleinen Reflexion ein. Drei einfache Fragen helfen dir dabei, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen – ohne Druck, ohne Bewertung und ohne sofort eine Lösung finden zu müssen.

Diese Folge ist für dich, wenn du…

viel Verantwortung trägst.

nach außen oft stark wirkst.

dich selbst im Alltag manchmal aus dem Blick verlierst.

merkst, dass deine Kraft langsam weniger wird.

dir mehr Ruhe und Lebensbalance wünschst.

Themen dieser Folge

• Warum Erschöpfung oft lange unbemerkt bleibt.

• Weshalb Funktionieren nicht bedeutet, dass es uns gut geht.

• Ein buddhistischer Gedanke über innere Reibung und Akzeptanz.

• Warum Stärke auch bedeutet, Grenzen wahrzunehmen.

• Drei Fragen, die dir helfen, wieder bei dir selbst anzukommen.

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Kennst du jemanden, der nach außen immer stark wirkt und sich selbst dabei manchmal vergisst? Dann teile diese Folge gern.

Bleibe freundlich mit dir und lass ein bisschen Leichtigkeit in deinen Tag.

Transkript anzeigen

00:00:07: Vielleicht hörst du diese Folge gerade unterwegs, ganz in Ruhe zu Hause oder irgendwo dazwischen und vielleicht kennst du dieses Gefühl.

00:00:20: manchmal ist der Alltag so voll dass wir gar nicht merken wie sehr wir uns nach mehr Ruhe sehnen.

00:00:28: Nach mehr Leichtigkeit!

00:00:31: Lass uns für einen Moment gemeinsam ankommen.

00:00:35: ein Atemzug kein müssen nur dieser eine Moment.

00:00:42: Herzlich willkommen bei mit Leichtigkeit leben.

00:00:45: Ich bin Heike Ranich und schön, dass du heute wieder dabei bist!

00:00:54: In der letzten Folge ging es um diesen einen stillen Satz.

00:01:02: Und um die Frage ob wir unseren eigenen Wert manchmal zu sehr darin knüpfen was wir leisten?

00:01:11: Daran möchte ich heute anknüpfen denn Gerade Menschen, die zuverlässig sind, Verantwortung übernehmen und immer nach außen hin stark würden merken oft erst sehr spät wie müde sie innerlich schon geworden sind.

00:01:32: Nicht weil plötzlich alles zusammenbricht sondern weil nach Außen noch so vieles funktioniert.

00:01:40: eigentlich wollte ich heute wieder unterwegs sein Im Kurpark spazieren gehen doch das Wetter macht gerade mir den Strich durch die Rechnung.

00:01:50: nunsitzig bei mir im Garten.

00:01:52: Hab einen Dach übern Kopf und ihr hört sicherlich irgendwie den Wind rauschen, der hier doch recht kräftig wieder durch die Bäume geht Und die ein oder anderen Geräusche nehmen her.

00:02:07: Ja wir nehmen doch vieles als selbstverständlichen wenn wir gehen Wenn wir einen Schritt vor den anderen tun, die Bewegung läuft einfach weiter.

00:02:20: Wir gehen zum Beispiel auch wenn wir innerlich schon sehr müde sind also nicht müde wegen weniger Schlaf sondern eine erschöpfte Müdigkeit mehr als wie uns die mitunter eingestehen.

00:02:36: das passt heute zum Thema.

00:02:40: dann Erschöpfung ist mit unter gar nicht laut.

00:02:45: Sie sieht von ein von außen einfach nur nach Alltag aus.

00:02:52: Du funktionierst, nimmst Termine wahr die aufeinander folgen Aufgaben werden erledigt ja du bist ansprechbar andere können sich auch einverlassen.

00:03:06: nach Außen hin wirkt alles ganz geordnet doch wie fühlt es sich innen an?

00:03:14: zunehmend enger oder vielleicht auch Lehrer?

00:03:20: Die Freude wird weniger Duld wird kürzer und der Rückzug nimmt zu.

00:03:30: Dinge, die dir sonst gut tun erreichen einen nicht mehr so richtig.

00:03:37: Und trotzdem wird weiter gemacht weil es ja noch geht.

00:03:42: das ist für mich ein sehr schwieriger Punkt denn solange wir noch funktionieren glauben wir oft dass es noch gar nicht so schlimm sein kann und wir sagen uns oft selbst stelle dich nicht an Du bekommst doch alles hin.

00:04:04: Aber die Frage ist ja gar nicht, ob wir etwas hinbekommen.

00:04:09: Die Frage ist doch wie es uns dabei geht.

00:04:15: Wenn wir uns selbst immer leiser hören Der eigene Zustand, der eigene innere Zustand immer weiter nach hinten Rückt dann werden die Rollen einfach nur erfüllt.

00:04:37: Verantwortung wird übernommen, Anforderungen haben voran.

00:04:43: und die Frage wie geht es mir eigentlich taucht immer selten auf.

00:04:51: Irgendwann kann dann das seltsame Gefühl entstehen ich mache alles was ich machen muss aber ich selbst komme darin kaum vor.

00:05:06: vielleicht kennst du das auch?

00:05:08: Du bist da!

00:05:09: Du erledigst alles!

00:05:10: Du kümmerst dich Aber der Kontakt zu dir selbst fühlt sich sehr weit weg an.

00:05:17: Dazu habe ich einen Gedanken aus dem Buddhismus, den ich sehr hilfreich finde.

00:05:23: Es geht um Duka Um diese innere Reibung.

00:05:26: Das Gefühl dass etwas nicht mehr ganz stimmig ist Nicht im Sinne von Alles ist schlimm Sondern vielmehr als eine Einladung das Schwierige nicht ständig zu übergehen.

00:05:42: Mitunter reicht ein ganz ehrlicher Satz.

00:05:46: Ich bin erschöpft oder auch, mir ist gerade alles zu viel aber auch ich brauche eine Pause.

00:05:57: das klingt zwar einfach und fällt uns aber eigentlich ziemlich schwer.

00:06:06: dann weil wir sofort nach einer Lösung suchen wir den Zustand verändern wegdenken oder wegatmen oder irgendwie organisieren wollen.

00:06:16: Aber vielleicht beginnt etwa schon damit, dass wir einen Moment lang nicht versuchen und selbst zu reparieren sondern es anerkennen.

00:06:29: Dass das so ist wie es gerade ist.

00:06:33: Was bedeutet denn Stärke eigentlich?

00:06:37: Stärke bedeutet doch nicht automatisch.

00:06:42: Ich muss durchhalten Ist der Unterschied zwischen der inneren Stabilität und der Pflicht?

00:06:49: Ich muss das schaffen, ich darf jetzt nicht ausfallen oder ich darf niemanden enttäuschen.

00:06:59: Diese Sätze können sehr lange tragen und kosten viel Kraft.

00:07:05: Heute habe ich ein anderes Verständnis von Stärke als ich es früher hatte.

00:07:12: Stärke bedeutet für mich nicht mehr nur durchzuhalten sondern sie liegt für mich auch darin rechtzeitig zu merken, anzuerkennen dass etwas so viel wird.

00:07:27: Sie kann auch darin liegen Grenzen zu setzen eine Pause zu machen oder auch Hilfe anzunehmen.

00:07:35: und gerade das fällt ja vielen Menschen schwer die es gewohnt sind viel zu tragen Verantwortung zu haben.

00:07:44: Und das ist besonders schwierig dann für sie wenn ich draußen unterwegs bin.

00:07:48: Auch wenn ich jetzt hier der Terrasse sitze und in die Natur schaue erinnert mich die Natur immer wieder daran, dass nichts dauerhaft in voller Kraft sein muss.

00:08:02: Das Meer hat Ebbe und Flut Bäume ziehen sich zurück ein heller Tag wirkt irgendwann Abend Und wir würden ja nie sagen das die Natur in diesen Momenten versagt.

00:08:16: In meinem Gegenteil Die Natur zieht sich zurück weil sie Ruhe braucht den Herbst Den Winter.

00:08:27: Ich denke, wir dürfen uns selbst ein wenig mehr mit demselben Maß betrachten.

00:08:36: Aktivität und Ruhe gehören zusammen.

00:08:38: Sportler wissen das!

00:08:40: Sie trainieren hart aber dazu gehören dann auch die Trainingspausen und auch bestimmte Zeiten zur Regeneration um den Körper wieder die Kraft zurückzugeben Und auch Anspannung und Entspannungen gehören ebenfalls zusammen.

00:08:59: Regeneration ist also kein Zeichen von Schwäche.

00:09:03: Viel mehr ein bewusstes sich zurücknehmen, dem Körper Ruhe zu gönnen damit er wieder Kraft danken kann und es gehört einfach zum Leben dazu.

00:09:19: vielleicht ist genau das eine Form von Lebensbalance nicht ständig auf derselben Höhe zu funktionieren sondern wahrzunehmen wann es Zeit ist einen Schritt zurückzunehmen.

00:09:35: Wenn du magst, wenn du unterwegs bist gerade beim Laufen dann geh für einen Moment etwas langsamer oder bleibe kurz stehen.

00:09:46: Wenn das für dich gerade möglich ist spüre den Boden unter deinen Füßen und lass deinen Atem einfach kommen und gehen ohne etwas daran verändern zu müssen.

00:10:05: auch wenn du vielleicht in der Küche stehst grad beim Essen machen bist bleibt ein moment stehen und stell dir ganz ruhig diese erste Frage.

00:10:36: Und dann frag dich, was kostet mich im Moment am meisten Kraft?

00:10:48: Es kann sein dass etwas sofort auftaucht.

00:10:51: meine Aufgabe eine Entscheidung Ein Mensch?

00:10:58: Oder aber auch einfach nur eine Summe aus vielen kleinen Dingen.

00:11:06: Bitte nicht analysieren oder werden, nimm es einfach nur wahr was ich zeige.

00:11:15: und dann noch eine letzte Frage Was würde mir heute ein klein bisschen gut tun?

00:11:24: Nicht in der nächsten Woche!

00:11:26: Nicht demnächst im Urlaub sondern Heute Nur heute.

00:11:31: und jetzt Ist das vielleicht ein Spaziergang etwas Ruhe, ein Gespräch.

00:11:45: Etwas Nährendes zu essen oder einfach nur einen Moment in dem nichts von dir verlangt wird.

00:12:01: noch einmal ruhig ein und wieder aus macht daraus jetzt keinen Plan.

00:12:09: es reicht für diesen einen kleinen moment.

00:12:14: manchmal finden wir den Kontakt zu uns nicht über noch mehr denken.

00:12:20: manchmal hilft es uns einfach wieder unseren Körper zurückzukommen durch Bewegung, die keine Leistung sein soll und nichts optimiert werden muss.

00:12:34: Es geht nicht um schneller Höhe oder weiter.

00:12:38: Gehen, dehnen, strecken, Yoga atmen einfach nur den Körper widerspüren.

00:12:46: Die Füße beim Genen zu spüren deine Schultern zu bemerken und den Atem wahrzunehmen.

00:12:57: Und aus diesem Grund gehört für mich zur Lebensbalance auch immer der Körper.

00:13:03: Nicht nur der Kopf, nicht nur das was wir leisten sondern auch der Schlaf, die Ernährung, die Bewegung... ...die Regeneration und die Frage wie wir uns innerlich gerade fühlen.

00:13:20: Bei all dem darf natürlich die Stärke bleiben und auch die Verantwortung aber du darfst nicht den Kontakt zu dir selbst verlieren Und lass nicht die Erschöpfung erst laut werden, sondern nimm sie früher wahr.

00:13:39: Erlaube dir kleine Pausen und beziehe dich selbst wieder ein in das Leben in die Balance.

00:13:49: Dabei musst du nichts bewerten!

00:13:54: Wenn Du diese Frage in den nächsten Tagen einfach mit Dir trägst – genau da möchte ich in der nächsten Folge weitermachen, denn unser Körper merkt häufig viel früher als unser Kopf, wenn etwas nicht mehr stimmig ist.

00:14:14: Er spricht leise mit uns Überspannung, Müdigkeit, deinen Atem über diese kleinen Veränderungen die wir im Alltag so leicht übergehen.

00:14:29: In der nächsten Folge schauen wir dann darauf was der Körper manchmal schon weiß bevor der Kopf es merkt.

00:14:38: und wenn du die nächsten Folgen nicht verpassen möchtest dann abonniere den Podcast und wenn dir die Folgen gefallen, kannst du sie gerne mit jemandem teilen der nach außen hin immer stark wirkt.

00:14:56: Und sich selbst dabei manchmal aus dem Blick verliert.

00:15:02: Bis dahin bleibe freundlich mit dir und lasse ein bisschen Leichtigkeit in deinem Tag.

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